Essstörungen

Die Aufnahme von Nahrung ist eine grundlegende Bedingung dafür, dass ein Organismus leben und wachsen kann. Ist die Nahrungsaufnahme gestört, gerät der Organismus in eine lebensbedrohliche Situation. Körperliche Symptome weisen darauf hin, dass im Inneren ein lebenszerstörender Prozess im Gange ist. Die Essstörung ist das Zeichen einer existenziellen Krise.

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Indische Verhältnisse in Köln?

Mit völligem Unverständnis nimmt der FrauenRat NRW zur Kenntnis, dass in Nordrhein-Westfalen einer vergewaltigten Frau die notwendige Hilfe verweigert wird, die ihr nach Gesetz und Moral zusteht.

Was ist passiert?

Eine junge Frau wurde auf einer Party vermutlich Opfer von KO-Tropfen. Sie wachte in einem Zustand der Verwirrtheit und Orientierungslosigkeit auf und hatte die Befürchtung, zudem noch Opfer eines Sexualdelikts geworden zu sein. Sie wurde mit Unterstützung von Polizeibeamtinnen durch eine Notärztin erstversorgt , aber in zwei katholischen Kliniken abgewiesen.

Opfern von KO-Tropfen fehlt ein gewisser Zeitraum in der Erinnerung. Zu den körperlichen Folgen wie Übelkeit, Schwindelgefühle und Kopfschmerzen kommt noch die quälende Ungewissheit, ob sie vergewaltigt worden sind und ob sie mit HIV oder anderen sexuell übertragbaren Krankheiten infiziert oder gar geschwängert worden sind. In dieser Situation ist eine schnelle und kompetente medizinische Beratung unerlässlich. Denn es besteht nur ein kleines Zeitfenster für die Beweissicherung und für die Wirksamkeit der „Pille danach".

Unabhängig von religiösen und gesellschaftlichen Überzeugungen muss für jedes Vergewaltigungsopfer umfassende und niedrigschwellige Hilfe von Ärzten, Polizei und Staatsanwaltschaft erreichbar sein, so die die Vorsitzende des FrauenRat NRW Dr. Patricia Aden. Nur durch eine strikte Ächtung jeglicher Form von Gewalt gegen Frauen wird erreicht, dass dem Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit und sexuelle Selbstbestimmung Geltung verschafft wird.

Die mRNA-Impfung - ein neues Kapitel der Wissenschaft

 

Die Hersteller von mRNA-Impfstoffen werden tagtäglich in den Medien genannt. Der Name der Frau, die diese neue Impftechnologie erst möglich gemacht hat, Katalin Karikó, ist dagegen weitgehend unbekannt. Die ungarische Wissenschaftlerin, seit 2013 im Vorstand von BioNTech, hat zusammen mit ihrem Kollegen Drew Weissmann an der University of Pennsylvania lange über mRNA (messengerRNA, Boten-RNA) geforscht. Ihr Ziel war, die mRNA in den menschlichen Organismus einzubringen, um den Körper selbst zur Herstellung von Medikamenten oder Impfstoffen im menschlichen Körper zu veranlassen.

 

Die  mRNA hat in der Zelle eine definierte Funktion. Schon in den 1960er Jahren wurde beschrieben, dass sie die DNA im Zellkern abliest und die Information zu den Ribosomen im Zellplasma bringt. Die DNA als „Zentrale“ der Zelle gibt die Anweisungen, die mRNA als „Bote“ überbringt die Anweisungen, und die Ribosomen als „Produktionsstätte“ führen die Anweisung aus, indem sie den von der DNA in Auftrag gegebenen Stoff herstellen.

Nachdem diese Funktion verstanden war, lag der Gedanke nahe, der Zelle durch künstlich eingeschleuste mRNA eigene Arbeitsaufträge zu geben, z. B. fehlende Enzyme, Substanzen gegen Krebs oder auch Antigene wie sie in Impfstoffen enthalten sind, produzieren zu lassen – so war die Überlegung. In einem Versuch mit Mäusen gelang es Karikó und Weissmann erstmals zu zeigen, dass dieses möglich war. Der Anwendung beim Menschen stand aber die Befürchtung entgegen, dass die künstlich zugeführte mRNA eine Immunreaktion auslösen könnte, die diese zerstörte bevor sie überhaupt ihren Wirkungsort erreichte, und darüber hinaus dem Empfänger schaden konnte.

Trotz fehlender finanzieller Unterstützung gelang es Karikó und Weissmann 1995, eine veränderte mRNA herzustellen, die in den menschlichen Organismus gelangte, ohne vom Immunsystem zerstört zu werden. Sie tauschten eines der Bestandteile der mRNA aus und machten sie damit für das Immunsystem unsichtbar.  Das war ein wissenschaftlicher Durchbruch, der von manchen für nobelpreiswürdig gehalten wird.

Für uns liegt die aktuelle Bedeutung dieser wissenschaftlichen Leistung in der Bekämpfung der Pandemie. Die unglaublich schnelle Entwicklung des Impfstoffes durch die Firmen BioNTech, Moderna und Curevac war möglich, weil das Grundgerüst des Impfstoffes bei Ausbruch der Pandemie bereits bestand. Der Forschungsschwerpunkt lag ursprünglich auf einer individualisierten Krebstherapie und der Behandlung seltener Erkrankungen. Sobald das Virus im Januar 2020 sequenziert war, schwenkten die Firmen auf die Entwicklung eines Impfstoffes um. Auch bei künftigen Pandemien oder bei einer Mutation des SARSCoV2 kann der Impfstoff schnell neuen Erfordernissen angepasst werden. Hoffen wir, dass es gelingt, die Pandemie mit Hilfe der Impfstoffe zu überwinden. Dann werden Kapazitäten frei, um viele weitere Krankheiten mit Hilfe der mRNA-Impfung zu therapieren.

Februar 2021

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